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Bei allen Erfolgen einer guten Akupunkturbehandlung bleiben doch immer wieder Fälle übrig, die einfach nicht gelingen wollen. Hier ist meistens ein Störherd (Störfeld, Fokus) die Ursache. Obwohl seine Wirkung bereits zum großen Teil durch zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten belegt ist, findet er in der sogenannten "Schulmedizin" immer noch zu wenig Beachtung.
Ein Störherd kann nicht nur den Behandlungserfolg einer Akupunktur vereiteln, er behindert auch alle anderen naturheilkundlichen oder auch schulmedizinischen Maßnahmen, die zur Heilung oder Linderung einer akuten oder chronischen Erkrankung angewendet werden. Nicht nur das - in vielen Fällen erzeugt der Störherd eine Erkrankung ganz gezielt. Oder er unterhält die Erkrankung, wenn sie einmal aufgetreten ist. Störherde können zum Beispiel sein chronische Entzündungen, Narben oder wurzelbehandelte Zähne (oder auch Entzündungen im Zahnbereich).

Warum heilt zum Beispiel beim Patienten A die Knieverletzung problemlos innerhalb einiger Wochen aus, während beim Knieverletzten B alle therapeutischen Anstrengungen umsonst scheinen? Beide haben ähnliche Verletzungen, beide sind etwa gleich alt und beide sind in (scheinbar) vergleichbarem Gesundheitszustand. Beim Verletzten B hatte schon vor der Verletzung ein sogenanntes Störherdgeschehen vorgelegen, das nun über verschiedene Mechanismen die Selbstheilungskräfte des Körpers behindert.

Ein Störherd kann dazu führen, dass der Organismus auf Regulationstherapien wie z. B. Akupunktur, Homöopathie oder Neuraltherapie nicht mehr anspricht. Wenn also eine wiederholte Akupunkturbehandlung erfolglos bleibt oder eine neuraltherapeutische Behandlung nur für wenige Stunden Schmerzfreiheit bringt, kann man davon ausgehen, dass die eigentliche Störung nicht das blockierte Wirbelgelenk oder ein gereizter Sehnenansatz an der Schulter selbst ist. Vielmehr stellen diese Symptome die Folgen der eigentlichen Primärstörung dar, meist eines Störherdes. Aber auch jede andere Therapie kann von einem Störherd blockiert werden.

Auch wenn man sich gesund fühlt, kann man Störherde mit sich herumtragen - ein Störherd allein wirft einen nicht um. Aber die nächste Belastung (Grippe, schweres Heben etc) kann dann bereits zuviel sein auf dem Gesamt-Belastungskonto - und der Mensch wird krank. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, auch bei einem symptomfreien Menschen prophylaktisch eine Störherdsuche durchzuführen. Der Organismus wird von möglicherweise bestehenden Störungen entlastet und kann neu auftretende Reize mit voller Kraft ausregulieren.